Ein großer Schritt in der Digitalisierung an der Immanuel-Kant-Schule

11. Okt 2023

So stellt man sich digitalisierte Schulen vor.

Auch die Schulen in Schleswig-Holstein konnten von den Finanzmittelausschüttungen durch die bundesweiten Ausstattungsprogramme der Serie „Digitalpakt“ profitieren. Der Schulträger Stadt Reinfeld stellt zusätzlich zu einem 15%igen Eigenanteil bei den Fördergeldern jedes Jahr weitere Finanzmittel für die Ausstattungserweiterung und den Support zur Verfügung.

Im ersten Abschnitt wurde die digitale Infrastruktur an der KGS neu aufgebaut bzw. verbessert. Im Anschluss wurde begonnen, den Ausbau der digitalen Lernmöglichkeiten zu ermöglichen.

Tafeln 2
Tafeln 2
Tafel 1
Tafel 1

An der Immanuel-Kant-Schule wurden die Fördermittel zunächst eingesetzt, um ein flächendeckendes W-Lan an der Schule zu etablieren. Dies war bereits ein großer Schritt, das digitale Arbeiten im Klassenzimmer zu verbessern, denn durch die weitere Ausstattung der Schule mit AppleTV war es nun möglich, Inhalte problemlos zu projizieren und das kooperative Lernen zu fördern.

Dennoch blieb lange das digitale Arbeiten einseitig in Lehrerhand, da es nicht möglich war, alle Jahrgänge mit Endgeräten wie Tablets aus dem Förderprogramm allein zu finanzieren.

Der 11. Jahrgang 2022 wurde mit großer Unterstützung des Schulträgers komplett mit Leihgeräten versorgt. Dies hatte einen sehr großen Einfluss auf das unterrichtliche Geschehen, da die Schülerinnen und Schüler nun direkten Zugang zu Onlineplattformen hatten, auf denen ihre Materialien gesammelt werden, sodass Kopien nicht mehr grundsätzlich nötig waren. Auch das Verteilen von Ergebnissen und Zwischenzielen untereinander lief schneller und einfacher. Jede Schülerin und jeder Schüler hatte von nun an die Möglichkeit, vom Sitzplatz aus die erarbeiteten Ergebnisse über den Beamer zu präsentieren. Die Vorteile des Einsatzes der digitalen Medien wurden umgehend deutlich und von Schülerinnen und Schülern ebenso positiv kommuniziert. Das Ziel, weitere Jahrgänge auszustatten, erzielte in allen Gremien der Schulorganisation Einigkeit. Da jedoch weitere Förderprogramme oder sonstige Finanzierungsmodelle ausblieben und der Schulträger selbstverständlich die finanziellen Aufwände für eine so große Schule nicht alleine tragen kann, wurde das Konzept „Get-your-own-Device“ eingebunden. Dieses sieht vor, dass die Schule bestimmte Gerätespezifika vorgibt und die Eltern die iPads für ihre Kinder kaufen. Diese werden dann in ein zentrales Administrationssystem eingebunden und verwaltet. So können die Geräte zuhause privat genutzt werden, erhalten aber Restriktionen im schulischen Betrieb, um insbesondere den Datenschutz aufrecht erhalten zu können.

Auch dies bedeutete einen hohen finanziellen Aufwand für die Familien, sodass erneut Gremien der Schule gemeinsam mit dem Schulträger in Gesprächsrunden diskutierten. Ein Kompromiss wurde gefunden, da alle Seiten die Wichtigkeit der schulischen Digitalisierung sehen. Der Schulträger stattete die Immanuel-Kant-Schule mit weiteren Leihgeräten für den neuen 11. und den 10. Jahrgang aus, sodass eine Kombination aus Leihmöglichkeiten und „Get-your-own-Device“ gefunden wurde. Diese Kooperation von Eltern, Schule und Schulträger bedeutete einen großen Schritt in der Digitalisierung der KGS.

Entsprechend aufgeregt war die Schulgemeinschaft, als nach den Sommerferien jede Schülerin und jeder Schüler aus den besagten Jahrgängen ein Gerät in den Händen hielt. Direkt nach der Ausgabe wurden Schulungen zum Umgang mit den Geräten selbst und wichtigen Applikationen angeboten. Übernommen haben diese Schulungen größtenteils Schülerinnen und Schüler, die bereits seit dem letzten Jahr mit den iPads arbeiten und großes Knowhow besitzen.

Nun arbeiten drei Jahrgänge mit iPads. Das Verhalten im Klassenzimmer hat sich gewandelt, statt dem Collegeblock liegen nun digitale Notizblöcke auf den Tischen. Es gibt weiterhin Phasen des Unterrichts, in denen analog gearbeitet wird, das entscheidet die Lehrkraft je nach Situation. Dennoch zeigt sich bereits nach kurzer Zeit eine hohe Kompetenz im digitalen Lernen der Schülerinnen und Schüler, die häufig sogar als Unterstützer der Lehrkräfte eintreten, wenn mal etwas nicht funktioniert.

Darüber hinaus schaffen sich weiterhin Eltern ab dem 7. Jahrgang Geräte an, sodass mittlerweile in vielen Klassen iPads normal geworden sind.

Seit dem 04.10.2023 wurden zur Unterstützung 17 digitale Tafeln im Altbau angebracht. Da, wo vorher die Projektionsfläche zu klein oder der Raum nicht ordentlich zu verdunkeln war, zeigen nun 86-Zoll-große Bildschirme die Inhalte. Auch hier wurden die Lehrkräfte geschult und bereits nach nur einem Tag war die Begeisterung groß, mit den neuen Geräten zu arbeiten. Zugriff erhalten auch die Schülerinnen und Schüler, sodass die Möglichkeiten zur Interaktion erweitert werden konnten.

Der Bürgermeister Roald Wramp kam am ersten Tag der Übergabe der digitalen Tafeln zu Besuch, um mit dem neuen Schülervertreter Tiard Truderung und der Schulleiterin Jennifer Behnke einen ersten Eindruck der Ausstattung zu bekommen und zeigte sich sehr beeindruckt. Behnke: „Es ist wahnsinnig spannend zu beobachten, welche zusätzliche Motivation die Schülerinnen und Schüler durch die Arbeit mit den iPads und den digitalen Tafeln bekommen. Wir danken dem Schulträger sehr für diese gute Ausstattung und freuen uns schon auf die nächsten Schritte.“

Nun werden bereits neue Pläne geschmiedet, die die Schule auf ihrem Weg zur Digitalität unterstützen könnten.

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