Model United Nations of Lübeck – internationale Politik mit der KGS

25. Mai 2026

Model United Nations of Lübeck – internationale Politik mit der KGS
Model United Nations of Lübeck – internationale Politik mit der KGS

Model United Nations of Lübeck (MUNOL) lud auch in diesem Jahr vom 18.-22.05.2026 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Ländern ein, in die Rolle von Diplomatinnen und Diplomaten zu schlüpfen.

Die jährlich stattfindende Konferenz zählt zu den größten ihrer Art in Norddeutschland und bietet eine Plattform für politische Bildung, interkulturellen Austausch und anwendungsorientiertes Lernen. In diesem Jahr nahmen erstmals auch Oberstufenschülerinnen und -schüler der KGS Reinfeld teil.

Organisiert wird MUNOL von Schülerinnen und Schülern, die die Konferenz eigenständig planen und durchführen. Die Veranstaltung zieht regelmäßig Teilnehmende aus zahlreichen Ländern an. In diesem Jahr waren unter anderem Delegationen aus Schweden, der Türkei, den Niederlanden, Ungarn, Italien, Estland, Rumänien und Polen vertreten.

Während der fünftägigen Konferenz arbeiteten die Teilnehmenden in unterschiedlichen Komitees, die an die Strukturen der Vereinten Nationen angelehnt sind, darunter die Generalversammlung und der Sicherheitsrat. Inhaltlich befassten sie sich mit aktuellen globalen Fragestellungen, beispielsweise aus den Bereichen Klimapolitik, internationale Sicherheit, Menschenrechte und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Zur Vorbereitung gehörten die Recherche der politischen Positionen des jeweils vertretenen Landes sowie das Verfassen von Positionspapieren.

Im Verlauf der Sitzungen hielten die Delegierten Reden, beteiligten sich an formellen Debatten und arbeiteten gemeinsam an Resolutionen. Dabei fand die gesamte Kommunikation auf Englisch statt, und die Schülerinnen und Schüler mussten die Positionen unterschiedlicher Länder der UN einnehmen und vertreten. Dies förderte sowohl die sprachliche Ausdrucksfähigkeit als auch den sicheren Umgang mit fachbezogenem Vokabular. Darüber hinaus wurden Kompetenzen wie strukturiertes Argumentieren, adressatenorientiertes Sprechen und spontanes Reagieren in Diskussionen gestärkt.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung von Verhandlungskompetenz und Teamfähigkeit. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit unterschiedlichen Perspektiven auseinander, stimmten Positionen aufeinander ab und erarbeiteten gemeinsam tragfähige Lösungsvorschläge. Ergänzend bot die Konferenz Gelegenheiten zum interkulturellen Austausch außerhalb der Sitzungen. So gab es auch abends Programmpunkte, bei denen die Delegierten die Möglichkeit hatten, sich themenbezogen oder auch privat intensiver auszutauschen, wie beispielsweise im Strandsalon oder im Cargo-Schiff.

Unsere teilnehmenden Schülerinnen und Schüler berichteten im Anschluss von vielfältigen Lernerfahrungen. Besonders hervorgehoben wurden der Zugewinn an sprachlicher Sicherheit im Englischen sowie ein vertieftes Verständnis für politische Hintergründe und internationale Zusammenhänge. Darüber hinaus konnten sie ihr Urteilsvermögen im Umgang mit komplexen Fragestellungen weiterentwickeln. Auch die Erfahrungen im kollaborativen und konsensorientierten Arbeiten wurden als gewinnbringend beschrieben. Nicht zuletzt wurde der interkulturelle Austausch als bereichernd wahrgenommen, insbesondere durch persönliche Begegnungen und das Knüpfen neuer internationaler Kontakte.

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